Beschreibung
Der Umgang mit Suchtmitteln stellt Pflege- und Betreuungseinrichtungen vor komplexe fachliche, rechtliche und ethische Herausforderungen. Alkohol, Medikamente oder andere abhängig machende Substanzen können sowohl bei BewohnerInnen als auch im Arbeitsumfeld eine Rolle spielen und beeinflussen Pflegeprozesse, Sicherheit und Teamdynamik.
Diese Fortbildung vermittelt ein fundiertes Basiswissen zum professionellen Umgang mit Suchtmitteln im institutionellen Kontext. Ziel ist es, Sicherheit im Erkennen von Risikokonstellationen zu schaffen und einen klaren, strukturierten Handlungsrahmen für den Alltag zu entwickeln.
Im Mittelpunkt stehen folgende Fragestellungen: Wann liegt riskanter Konsum vor? Wie unterscheiden sich Gewohnheit, Missbrauch und Abhängigkeit? Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich im geriatrischen Setting? Wie kann professionell reagiert werden, ohne zu moralisieren oder zu eskalieren?
Die TeilnehmerInnen erhalten einen praxisnahen Überblick über:
· Grundlagen der Suchtentstehung und Suchtmechanismen
· Häufige Suchtmittel im Pflegekontext (z. B. Alkohol, Benzodiazepine, Schmerzmittel)
· Wechselwirkungen mit Erkrankungen und Medikation
· Frühwarnzeichen und Risikofaktoren
· Gesprächsführung bei Verdacht auf problematischen Konsum
· Rechtliche Rahmenbedingungen und Dokumentationspflichten
· Grenzen professioneller Verantwortung
· Interdisziplinäre Zusammenarbeit und externe Unterstützungsangebote
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Balance zwischen Selbstbestimmung der BewohnerInnen und Fürsorgepflicht der Einrichtung. Fallbeispiele unterstützen die Übertragung der Inhalte in konkrete Handlungssituationen.
Ziele:
Ziel der Fortbildung ist es, die TeilnehmerInnen in ihrer fachlichen und kommunikativen Kompetenz im Umgang mit Suchtmitteln zu stärken und Handlungssicherheit im Berufsalltag zu fördern.
Nach der Fortbildung kennen die TeilnehmerInnen die Grundlagen von Suchtentwicklung und Abhängigkeit, können problematischen Konsum von altersbedingten Veränderungen unterscheiden, erkennen typische Warnsignale und Risikokonstellationen und wissen, wie Gespräche sensibel und professionell geführt werden können. Sie verstehen die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Grenzen der Intervention und sind in der Lage, situationsangepasst und verantwortungsbewusst zu handeln.
Die Fortbildung trägt dazu bei, Unsicherheiten abzubauen, klare Strukturen im Umgang mit Suchtmitteln zu etablieren und die Sicherheit von BewohnerInnen sowie MitarbeiterInnen zu stärken.
Teilnehmergruppe:
Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen (DGKP)
Pflegefachassistenz (PFA)
Pflegeassistenz (PA)
Sozialbetreuungsberufe
Heim- und Pflegedienstleitungen
Da Suchtthematiken häufig interdisziplinäre Fragestellungen betreffen, profitieren sowohl Pflege- und Betreuungspersonal als auch Führungskräfte von einer gemeinsamen fachlichen Grundlage.
Trainer:
Akad. GPM J. Peter Gunhold, MBA, M.Ed
Dauer und Preis:
2 Stunden
50,00€ exkl. MwSt.
Termine:
24.04.2026 09:00 – 11:00, Mavida Academy, Ringmauergasse 3, 9500 Villach, Austria
Anmeldung:
Per E-Mail an academy@mavidagroup.eu

